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Die meisten Vermieter haben ihre Dokumente irgendwo – aber nicht systematisch. Das Ergebnis: Bei Steuerprüfungen, Übergaben oder Rechtsstreitigkeiten wird gesucht und improvisiert. Eine konsequente Ablagestruktur, einmal aufgebaut, spart jahrelang Zeit und Nerven.
Welche Dokumente Vermieter immer griffbereit brauchen
- Kaufvertrag und Grundbuchauszug (aktuell)
- Aktueller Mietvertrag inkl. aller Nachträge und Anlagen
- Alle Übergabeprotokolle (Einzug und ggf. Zwischenübergaben)
- Nebenkostenabrechnungen der letzten 3 Jahre
- Nachweise über Kautions-Anlage (Sparbuch oder Treuhandkonto)
- Energieausweis (gültig 10 Jahre)
- Gebäudeversicherungspolice und Beitragsbelege
- Wartungsverträge und Protokolle (Heizung, Aufzug, Rauchmelder)
- Alle Handwerkerrechnungen der letzten 3 Jahre
- Schriftverkehr mit dem Mieter (aufbewahren, solange Mietverhältnis besteht + 3 Jahre)
Bewährte Ordnerstruktur – analog und digital
- 01_Eigentum – Kaufvertrag, Grundbuch, Teilungserklärung (WEG)
- 02_Mietverhältnis – Mietvertrag, Nachträge, Selbstauskunft, Bewerbungsunterlagen
- 03_Übergaben – Einzugsprotokoll, ggf. Zwischenprotokolle, Schlüsselliste
- 04_Nebenkosten – Jahresabrechnungen, Vorauszahlungsbelege, Zählerstände
- 05_Rechnungen – Handwerker, Verwaltung, Versicherung, Grundsteuer
- 06_Versicherung – Police, Schadensmeldungen, Korrespondenz
- 07_Korrespondenz – Schriftverkehr mit Mieter, Behörden, Verwalter
- 08_Steuern – Anlage V, Bescheide, steuerrelevante Belege
Jährliche Dokumentenpflege: Was zu tun ist
Jahres-Checkliste für Ihre Unterlagen
- Neue Nebenkostenabrechnung ablegen und alten Jahrgang prüfen (3-Jahres-Frist?)
- Alle Handwerkerrechnungen des Jahres gesammelt und steuerlich sortiert
- Versicherungspolice auf Aktualität geprüft (Neuwert korrekt?)
- Grundbuchauszug aktuell? Bei Änderungen neu ziehen
- Energieausweis: Ablaufdatum prüfen (gilt 10 Jahre)
- Digitales Backup geprüft und aktualisiert
- Unterlagen älter als Aufbewahrungsfrist vernichtet (DSGVO: sicher schreddern)