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Exposé erstellen: Selbst machen oder delegieren?

Ein gutes Exposé entscheidet, wer sich bewirbt. Wann reicht ein DIY-Inserat, wann lohnt sich ein Profi – und was muss zwingend enthalten sein?

ImmoHive Redaktion
Fachredaktion
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Das Exposé ist der erste Kontaktpunkt mit zukünftigen Mietern – und oft der einzige, bevor sie sich entscheiden, ob sie überhaupt anfragen. Ein schlecht gemachtes Exposé verlängert die Leerstandszeit. Ein professionelles Exposé filtert bereits im Vorfeld ungeeignete Bewerber heraus.

Was ein Exposé rechtlich enthalten muss

Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und die Immobilienmaklerverordnung schreiben vor, was in Inseraten angegeben werden muss. Fehlende Pflichtangaben können zu Bußgeldern führen – unabhängig davon, ob ein Makler beteiligt ist oder nicht.

Pflichtangaben im Exposé

  • Kaltmiete und Gesamtmiete (inkl. Nebenkosten)
  • Wohnfläche in Quadratmetern
  • Energieausweis: Effizienzklasse, Baujahr, Energieverbrauch/-bedarfPflicht seit EnEV 2014, Bußgeld bis 15.000 € bei Fehlen
  • Wesentliche Ausstattungsmerkmale (Küche, Keller, Stellplatz, Balkon)
  • Etage und Lift-Verfügbarkeit
  • Verfügbarkeitsdatum

Fotos: Der größte Hebel für Bewerbungsqualität

Studien zeigen, dass Inserate mit professionellen Fotos bis zu 3× mehr Anfragen erhalten und die Besichtigungsrate bei qualifizierten Bewerbern höher ist. Der Grund: Wer das Objekt auf Fotos realistisch einschätzen kann, kommt mit konkreten Erwartungen – und ist seltener enttäuscht.

Exposé-Texte: Was wirklich überzeugt

Exposé-Texte sollten konkret und ehrlich sein, nicht werblich. „Sonnige 3-Zimmer-Wohnung im Herzen der Stadt“ sagt wenig. „3-Zimmer, 72 m², 2. OG, Südbalkon, Altbau 1920, Einbauküche, Keller, 5 Min. U-Bahn Marienplatz“ sagt alles. Ehrliche Schwächen (z. B. Erdgeschoss, keine Badewanne) ersparen Ihnen Besichtigungen mit Bewerbern, die das ohnehin ablehnen.

Selbst erstellen oder delegieren? Die Entscheidungsmatrix

Selbst sinnvoll, wenn…
  • Die Wohnung in begehrter Lage liegt und sich selbst vermarktet
  • Sie bereits Erfahrung mit Inserat-Erstellung haben
  • Ein Leerstand von 4–6 Wochen finanziell tolerierbar ist
  • Sie Zeit und Ausstattung (gutes Smartphone, Weitwinkel) haben
Profi sinnvoll, wenn…
  • Jeder Leerstandmonat 800 € oder mehr kostet
  • Die Wohnung Konkurrenz aus vergleichbaren Angeboten hat
  • Es sich um ein hochwertiges oder einzigartiges Objekt handelt
  • Sie keine Zeit oder keine Erfahrung mit Exposé-Erstellung haben
  • Eine schnelle Vermietung (unter 3 Wochen) das Ziel ist

Häufige Fragen zum Exposé

Brauche ich einen Grundriss im Exposé?
Kein rechtliches Muss, aber ein starker Konversions-Treiber. Bewerber, die den Grundriss kennen, kommen gezielter. Grundrisszeichner bieten digitale Aufmaße ab ca. 50–100 € an.
Darf ich eine Wohnung ohne Energieausweis inserieren?
Nein. Seit 2014 ist der Energieausweis bei Inseraten Pflicht. Fehlt er, drohen Bußgelder bis zu 15.000 €. Energieausweise können bei zertifizierten Ausstellern (Energieberater, Architekten) beauftragt werden.
Was kostet ein professionelles Inserat durch einen Dienstleister?
Für ein vollständiges Inserat-Paket (Fotoshooting, Grundriss, Text, Schaltung) rechnen Sie mit 250–600 €. Einzelne Leistungen (nur Fotos, nur Text) sind entsprechend günstiger.

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